Geschichte

Zum Jahresende 2004 hat die damalige POCKET OPERA COMPANY ZÜRICH erstmals eine abendfüllende Produktion im Konzertsaal des Zürcher Kammerorchesters im Tiefenbrunnen aufgeführt. Mit kurzen Unterbrüchen wurden die jährlichen Aufführungen bis Anfang 2019 zu einer bei Publikum und Presse gleichermassen bejubelten Institution. Ab 2013 wurden die Produktionen als „Opera Box“ ins Programm des Zürcher Kammerorchesters ZKO integriert. Passend zum Jahresübergang erklangen jeweils Werke der leichten Muse. Besondere Merkmale dieser erfolgreichen Konzertreihe waren:

  • Juwelen der Literatur der komischen Oper/Operette die weder vom Opernhaus noch den Operettenbühnen berücksichtigt werden und somit die Neugier bei Presse und Publikum wecken
  • Kammermusikalische Besetzung und einfaches Bühnenbild bei Publikumsnähe
  • Gesungen in der Originalsprache mit deutschen Zwischentexten oder Dialogen

Diese Tradition werden wir im 2020 als neuer Verein Zürcher Kammeroper wieder beleben, neu im Theater im Seefeld. Im kommenden Jahr stehen dann auch Gastspiele in Aussicht.


Rückblick

  • Gilbert & Sullivan „The Pirates of Penzance“ (2004)
  • Gilbert & Sullivan „The Mikado“ (2005)
  • Gilbert & Sullivan „HMS Pinafore“ (2006)
  • Jacques Offenbach „Barbe-Bleue“ (2007)
  • Gilbert & Sullivan „The Gondoliers“(2008)
  • Jacques Offenbach „Le voyage dans la Lune“ (2010)
  • Antonio Cagnoni „Don Bucefalo“ (2011, Zeitgenosse Rossinis und Verdis)
  • Jacques Offenbach „Île de Tulipatan“ & „Monsieur Choufleury“ (2013)
  • Gaetano Donizetti „Il Campanello“ / Franz von Suppé „Die schöne Galathée“ (2014)
  • Jacques Offenbach „Les Bavards“ / Gilbert & Sullivan „Trial by Jury“ (2015)
  • Gioachino Rossini „Il Signor Bruschino“ (2016)
  • Jacques Offenbach „La Vie Parisienne“ (2017)
  • Georges Bizet „Don Procopio“ (2018)

Der neue Verein Zürcher Kammeroper

Unser Verein wurde am 18. April 2020 gegründet und gewann die prominenten Sänger José van Dam und Malin Hartelius sowie Alt-Stadträtin Kathrin Martelli als Patronatsmitglieder.

Es werden zwei Einakter von Jacques Offenbach mit jeweils nur drei Gesangsrollen zur Aufführung kommen, welche dennoch die besondere Mischung aus Witz und Grandezza in Offenbachs Werk widerspiegeln.

Es handelt sich hierbei um zwei musikalisch enorm reizvolle, fantasiereiche Werke: „Pépito“, Opéra-comique, uraufgeführt 1853 im Théâtre des Variétés Paris, und „Pomme d’api“, Operette, uraufgeführt 1873 im Théâtre de la Renaissance Paris.

In dieser Gegenüberstellung kann man Offenbachs künstlerische Entwicklung miterleben, denn zwischen den Werken liegen exakt zwanzig Jahre, in denen Offenbach seinen Stil in bemerkenswerter Art weiterentwickelt und wesentlich verfeinert hat. Die im originalen Französisch gesungenen Gesangstexte werden durch deutsche Dialoge ergänzt. Das Orchester ist auf ein Sextett zusätzlich zum Dirigenten am Klavier reduziert.